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Miriam Z.

Foto: Miriam Z.

Meine Arbeit erlebe ich als spielerisches aber hartnäckiges Forschen. Es gibt mehrere Etappen – Sammeln, Zeichnen, Ordnen, Planen, Schnitzen und schließlich Drucken.

Bei der Übersetzung in die Druckgrafik werden die gesammelten Beobachtungen, Ideen und gefundenen Bilder sortiert, geklärt und in eine stimmige Ordnung gebracht.

Durch die langwierigen druckgrafischen Prozesse wird das Thema immer wieder umkreist, ergründet und langsam „ausgebrütet“.

Holzschnitt ist eine elementare Sprache: Ein Bild wird ins Holz geschnitzt, wie eine Nachricht in eine Baumrinde, der man Nachdruck verleihen möchte, weniger flüchtig als eine Zeichnung. Die Sperrigkeit des Holzes führt auf natürliche Weise zu sparsamer Ausdrucksweise, was ich als klärend, besonders unmittelbar und ehrlich empfinde.

Der Holzschnitt ist für mich reich an sinnlichen Manipulationen: Zuerst die Holzbearbeitung, bildhauerisch, physisch, und die besondere Beziehung, die sich zum Druckstock aufbaut, der als dreidimensionales Objekt ertastet, umfasst, herumgetragen wird. Später dann das ganz andersartige Erleben von Farbe und Feuchtigkeit beim Druckprozess, das mal in leichten Farbschichten, mal kräftig schwarz erscheinende Druckbild, das Ausbalancieren der Farben untereinander, das Nuancieren des Drucks, der die Farbe in die feuchten Papierfasern treibt.

Sprache

  • deutsche Flagge
  • Drapeau français

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