Japanischer Farbholzschnitt
Unterschiede zur westlichen Variante des Holzschnitts
Im Vergleich zur westlichen Variante zeichnet sich der japanische Holzschnitt im Wesentlichen aus durch
- den Gebrauch von wasserlöslichen Farben,
- den Farbauftrag mit dem Pinsel statt mit der Walze und
- die Handabreibung ohne Gebrauch einer Druckpresse
Das einfache, aber sehr präzise Anlagesystem der in den Druckstock geschnittenen „Kento“- Markierungen zum passgenauen Drucken mehrerer Farben erlaubt das Erarbeiten komplexer Vielfarbendrucke.
Inhalte
Mittelpunkt des Workshops ist die praktische Realisierung eines Farbholzschnitts nach einem persönlichen Entwurf von der Konzeption bis zum Druck einer kleinen Auflage.
Die Themen im Einzelnen
- Aufteilung der Farben auf mehrere Platten,
- Übertragung des Motivs auf die Platte,
- Handhabung und Schärfen der Schnitzmesser,
- Vorbereitung des Papiers,
- Druckvorgang mit Aquarellfarbe, Druckpaste, speziellen Druckpinseln und dem Handabreiber, genannt „baren“.
Sie erarbeiten einen Holzschnitt in zwei bis vier Farben und drucken eine kleine Auflage.
Jede Etappe wird ausführlich erklärt und begleitet, eine Einführung mit Beispielen beleuchtet den historischen und zeitgenössischen Kontext der zu erlernenden Technik.
Rahmenbedingungen
Alle Werkzeuge stehen für die Dauer des Kurses zur Verfügung, jeder Teilnehmer erhält eine schriftliche Dokumentation.
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich!
Maximale Teilnehmerzahl: 5
Kursdauer: 5 Tage à 6 Arbeitsstunden als Wochenkurs (Mo-Fr) oder an zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden (Fr abend, Sa/So)
Preis: 300€ inkl. Material (Linden-Massivholz, Sperrholz, Japanische Papiere, Farben)
